
Boppard, 16.07.2026
Alle schlafen noch, und ich schleiche mich mit dem Malkörbchen aus dem Campingbus und spaziere in Richtung Rheinufer.
Gestern Morgen, von der Uferböschung aus, war es der Blick auf das Dörfchen gegenüber, der mich überrascht hatte.
Heute früh saß ich etwas weiter unten, näher am Flussbett. Und es zog mich ein ganz anderer Anblick in seinen Bann: das nach der wochenlangen Hitzewelle ausgetrocknete Flussbett. Eine Landschaft aus Steinen, darin eingebettet das verbliebene Wasser. Obwohl das Dorf zu sehen war, war hier das Hauptmotiv das an eine Steinwüste erinnernde Flussbett.
Der Campingplatz war noch ruhig, die meisten schliefen.
Ich saß auf dem Boden, die Malsachen um mich ausgebreitet, als eine Freundin dazukam, die gerne früh joggen geht. Sie setzte sich zu mir.
Gemeinsam genossen wir den friedlichen Moment am Flussufer.
Für den Pinsel war es eine Herausforderung zu abstrahieren, und den Eindruck einer Steinlandschaft zu erwecken, ohne jeden Stein einzeln abzubilden. Es machte mir Spaß, diese Strukturen mit verschiedenen Pinseln und Strichvarianten nachzubilden.



Hier ein Video zum reinschnuppern in die Morgenstimmung:
